Rik Wouters (Belgien)

Mechelen, 1882 – Amsterdam, 1916

Het zotte geweld – ein närrisches gefühl

Möglicherweise die wohl unbeschwerteste und dynamischste skulptur, die rik wouters von seiner frau nel geschaffen hat.

Rik wouters hat seine frau nel häufig dargestellt. Sie war sein lieblingsmodell. Sie kommt auf zahllosen porträts und zeichnungen als hausfrau, als schöne schläferin, lesend oder beim bügeln vor. Kurzum, nel stand im mittelpunkt von wouters’ oeuvre und den vielen anmutigen alltagsszenen, die er schuf. Sie wurde jedoch nur selten so ausgelassen und fröhlich dargestellt.

Der direkte anlass für diese arbeit war eine ballettvorstellung mit der berühmten amerikanischen tänzerin isadora duncan. Wouters war von ihrem tanzstil so beeindruckt, dass daraus die idee für die skulptur einer tanzenden figur entstand. Wer ihm dafür modell stehen sollte, war klar. In keinem anderen werk ist es wouters so gut gelungen, die ungewöhnliche lebensfreude und ungezwungenheit so direkt und dynamisch darzustellen. Von der skulptur „het zotte geweld” bzw. „das närrische gefühl” wurden mehrere exemplare gegossen.

Rik wouters hat in seiner nur kurzen künstlerischen laufbahn eine vielzahl von gemälden, zeichnungen und skulpturen geschaffen. Belgiens berühmtester fauvist ist für die herrlichen farben auf seinen gemälden bekannt. Wouters empfand sich selbst jedoch in erster hinsicht als bildhauer. Eine chronische augenerkrankung – er ist auf seinen selbstbildnissen oft mit einer augenklappe zu sehen – wurde ihm schon in jungen jahren zum verhängnis.

Die skulptur wird dem middelheimmuseum seit 1950 vom königlichen museum der schönen künste antwerpen als leihgabe zur verfügung gestellt.

Standort

Nummer 3 auf dem Grundriss

Beschreibung

  • Het zotte geweld  - das närrische gefühl
  • 1912
  • H. 200 cm x b. 120 cm x t. 135 cm
  • Bronze