Per Kirkeby (Dänemark)

Kopenhagen, 1938

Ohne Titel, Antwerpen Middelheim

Dieses massive Bauwerk gönnt uns kein schützendes Dach über dem Kopf und dient zu nichts. Oder doch?

Auch wenn Kirkeby Backsteine und Zement verwendet und seine Skulpturen mit Vorstudien und einem Modell wie ein Architekt entwirft, schafft er doch keine vollwertigen Gebäude. 1995 benutzte Kirkeby seine Backsteinskulptur als Ausstellungsort für einige seiner Bronzeskulpturen.

Seit den 1970er Jahren entwirft Per Kirkeby Skulpturen aus Backstein, über die er früher bereits Gemälde und Kollagen anfertigte. Die Backsteinskulptur konfrontiert den Betrachter mit seiner eigenen Auffassung von Kunst, Architektur, dem öffentlichen Raum und der Natur. Kirkeby schafft mit seiner Skulptur eine physische Grenze, einen Rahmen für unseren Blick. Der Betrachter kann aber auch einfach darin herumlaufen oder herumirren, denn im Inneren befindet sich ein Labyrinth. Die Wege enden regelmäßig in geschlossenen Räumen oder vor blinden Mauern. Aus der Vogelperspektive erscheint die Backsteinskulptur jedoch äußerst übersichtlich.

Auf dem Grundriss erkennt man den ständigen Wechsel zwischen einem Kreis und einem Viereck. An der Vorderseite bilden zwei Kreise die Ecken, dazwischen liegt ein Viereck. Auf der Rückseite liegt der Kreis in der Mitte und die beiden Vierecke bilden die Ecken. Kreis und Viereck gelten als Markenzeichen der geometrischen abstrakten Kunst.

Mit Unterstützung von ABEB.

 

Standort

Nummer 31 auf dem Grundriss

Beschreibung

  • Ohne Titel, Antwerpen Middelheim
  • 1993
  • H. 500 cm x B. 1500 cm x T. 900 cm
  • Backstein
  • MIT.B.472