Jesús Rafael Soto (Venezuela)

Ciudad Bolívar, 1923 – Parijs, 2005

Double Progression

Double Progression Vert et Blanc wurde 1969 anlässlich der 10. Middelheimbiennale konzipiert. 

Das Werk gehört zu der Reihe „Progressions”, die Soto in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schuf. Der Künstler ließ Betoneisenstangen unterschiedlicher Länge  - von klein bis groß - in zwei Betonplatten ein und schuf auf diese Weise einen weißen und einen grünen „Wald” aus Stahl.

Durch das Bemalen der Eisenstangen ist es Soto gelungen, das Material zu entmaterialisieren. Die serienmäßige Aneinanderreihung der Stangen erzeugt eine optische Vibration. Sobald der Betrachter den Standort wechselt, vergrößert sich die Vibration. Licht ist an sich zwar eine abstrakte Größe, durch diese Art von Skulpturen schafft Soto es jedoch, dieses Licht zu konkretisieren.

Jesús Rafael Soto begann ab 1951 damit, Formen auf systematische Weise zu wiederholen. 1953 machte er dann durch die Verwendung von Plexiglas einen wichtigen Schritt in Richtung der kinetischen Kunst, deren Konzept er später zusammen mit Tinguely und Agam formulierte. Danach entwickelte sich seine Kunst mehr in dreidimensionaler Hinsicht, was 1958 schließlich zu einer ersten in die Architektur integrierten Skulptur führte, die auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel im venezolanischen Pavillon zu sehen war.

1963 entstanden dann die „Extensions”, „Pénétrables” und „Progressions”, die er in Serien weiterentwickelte. Sie machten Soto berühmt und verhalfen ihm zu einem Platz auf allen bedeutenden Ausstellungen und Biennalen.

Standort

Nummer 19 auf dem Grundriss

Beschreibung

  • Double Progression Vert et Blanc
  • 1969
  • H. 249 cm x B. 589 cm x T. 504 cm
  • Eisen, Farbe
  • MIT.B.277B