Dan Graham (USA)

Urbana, Illinois, 1942

Belgian Funhouse

Die Widerspiegelung hat in Grahams Werk eine essenzielle Bedeutung.

Dan Graham ist ein Allround-Künstler. Er beschäftigt sich nicht nur mit der Bildhauerei, sonder arbeitet auch als Fotograf, Filmemacher und Performancekünstler. Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Pavillons für den Außenraum mit glänzenden, spiegelnden Glasplatten.

Während seiner Zeit als Galerist in New York lernte er einige renommierte amerikanische Künstler wie u. a. Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Carl Andre und Donald Judd kennen.

Er selbst hat sich vor allem mit Pavillons für den Außenraum bestehend aus glänzenden, spiegelnden Glasplatten einen Namen gemacht. Darin sieht der Besucher sowohl sich selbst, als auch die Widerspiegelung seiner Umgebung und kann gleichzeitig wahrnehmen, wie er von anderen beobachtet wird. Graham verbindet in seinen Pavillons Wahrnehmung und moderne Architektur miteinander. Diese beiden Themen beschäftigen ihn bereits seit 1965, als er begann, maßstabsgetreue Modelle anzufertigen. 

Graham verleiht seiner Auffassung von Architektur oft in Form von Widerspiegelungen gesellschaftlicher Strukturen Gestalt und untersucht dabei allerlei historische, soziale, kulturelle und ideologische Aspekte. Graham schreibt übrigens auch über Themen wie Urbanisierung, und über andere soziokulturelle Phänomene wie zeitgenössische Musik und Massenmedien.

Auch bei diesem Werk, das ursprünglich für den Sint-Jansplein in Antwerpen konzipiert,  aber dort beschädigt wurde und deshalb jetzt im Middelheimpark steht, trifft man auf die typischen Aspekte von Grahams Werk.

Standort

Nummer 49 auf dem Grundriss

Beschreibung

  • Belgian Funhouse
  • 2004
  • 250 cm x ø 1250 cm
  • Glas, Stahl, Stein, Buchsbaum
  • MIT.B.505