IDYL - as to answer that picture

Ausstellung

Neun Künstler beantworten die Frage nach dem Status und der Relevanz des Genres Bildhauerkunst.

Der Kurator Philippe Pirotte, der brandneue Direktor der Kunsthalle Bern, hat auf Wunsch des Museums neun Künstler unter dem Titel „IDYL – as to answer that picture” zusammengebracht.

Die Grundlage seiner Auswahl bildete die Frage nach dem Status und der Relevanz des Genres Bildhauerkunst innerhalb der zeitgenössischen Künste. Das Genre scheint inzwischen immer weiter in andere Erscheinungsformen wie beispielsweise Installationen oder räumliche Präsentationen von Videoarbeiten auseinander zu fallen.

 

Gibt es noch einen Platz für Skulpturale Objekte? 

Philippe Pirotte hat diese Frage gestellt und sich ganz bewusst für eine begrenzte Anzahl von Werken entschlossen, die jedoch von internationalen Künstlern stammen sollten, genauer genommen von Künstlern, die Bestandteil eines Diskurses sind, der die Grenzen der verschiedenen Erdteile überschreitet.

Die Ausstellung wurde nicht nur aufgrund der kunsthistorischen Vergangenheit des  Middelheimmuseums eingerichtet. Der Park an sich bot sich als Thema der Ausstellung an: eine idyllische Umgebung, in der sich unter idealen Umständen die Realität vorübergehend aufhebt oder überschritten werden kann. Interessant in dieser Hinsicht ist beispielsweise das Verhältnis einer Figur gegenüber der Landschaft. Ein Park wie das Middelheimmuseum, der einmal angelegt wurde, um die Natur zu überwinden, wird jetzt von den Stadtmenschen als ein idyllischer Ort erfahren, in dem Ruhe und gesunde Luft die Möglichkeit bieten, der turbulenten Wirklichkeit für kurze Zeit zu entfliehen. Aber was hat die Kunst damit zu tun? Warum sollte ein Künstler sich auf eine Konfrontation mit der schöpferische Kraft der Natur einlassen? Ein Kunstwerk findet ja gerade in der Stadt sein natürliches Habitat... Der Park, in dem die Natur eigentlich zu einer Art von Menschenhand geschaffenem Kunstwerk wird, ist ein Ort der Erholung. Pirotte wählte Künstler aus, die sich mit ihren Werken gern auf diese Konfrontation einlassen.