DE SOKKEL #7

Jef Geys

Ausstellung

Für diese Ausgabe von De Sokkel schafft Jef Geys, einer der bedeutendsten und engagiertesten Künstler des Landes, eine interaktive Installation im Stadtpark. De Sokkel wird in eine Litfaßsäule verwandelt.

Im Stadtpark im Herzens Antwerpens steht ein leerer Sockel. Im Rahmen der Initiative De Sokkel sorgen der Viertelverein Wijkvereniging Klein Antwerpen und das Middelheimmuseum seit 2011 im Stadtpark für einen kulturellen Ansatz. Sie beauftragen zweimal jährlich einen (inter-)nationalen Künstler, dem leerstehenden Sockel eine aktuelle Bedeutung zu verleihen.

 

Über De Sokkel #7

Jef Geys (1934, Belgien) bringt im Rahmen seiner Arbeiten u. A. Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen, um sowohl neue Erkenntnisse über die Kunst und Kunstgeschichte, als auch zu gesellschaftlichen Themen zur Sprache zu bringen.

Für diese Ausgabe von De Sokkel entwickelt er eine interaktive Installation im Stadtpark. De Sokkel wird in eine Litfaßsäule transformiert. Auf diese Weise tragen die Bewohner und Besucher Antwerpens bewusst oder unbewusst zur Schaffung des Kunstwerks bei. Graffiti, Reklame, Suchzettel, Tags oder treffende kreative Äußerungen fügen immer wieder eine neue Schicht und neues Material hinzu und schaffen eine neue Form. De Sokkel ist 6 Monate lang ein Work-in-Progress, das regelmäßig fotografiert wird. Das Fotomaterial wird in das umfangreiche Archiv des Kulturerbekünstlers aufgenommen.

Standort

Stadtpark Antwerpen: an der Quinten Matsyslei in Höhe des Spielplatzes und der Skaterbahn.

De Sokkel ist eine Koproduktion des Viertelvereins Wijkvereniging Klein Antwerpen und des Middelheimmuseums. Mit Unterstützung des Distrikts Antwerpen.

 

Das Kaffeeunterlagentagebuch

Auf die gleiche Weise, wie Jef Geys Besucher und Bewohner dazu eingeladen hat, sich auf einen Dialog mit De Sokkel einzulassen, lädt er jetzt die Schriftsteller Joris Note und Hans Ulrich Obrist dazu ein, in einer Ausgabe des „Kempens Informatieboek“ Gedanken zu seinen eigenen Notizen und Zeichnungen auszutauschen.

Joris Note hat sich mit folgenden Erzählbänden Het uur van de ongehoorzaamheid (1995) und Kindergezang (1999), dem literarischen Roman Hoe ik mijn horloge stuksloeg (2006) und dem hervorragenden Essayband Wonderlijke Wapens (2012) einen Namen gemacht. Hans Ulrich Obrist ist Direktor der Serpentine Gallery in London und hat eine lange Liste von Werken veröffentlicht: Do it (2004), Everything You Always Wanted To Know About Curating * But Were Afraid To Ask (2011), sowie die unendliche Reihe von Conversation Series.

Jef Geys lädt die beiden dazu ein, auf seine eigenen Tagebucheintragungen zu reagieren, die er täglich in einem Café in Balen auf die Ränder der Unterleger seiner Kaffeetasse geschrieben hat. Die Korrespondenz wird in dem Buch Koffieonderleggersdagboek gesammelt.

Anhand ihrer höchstpersönlichen Auswahl, Einsichten und Assoziationen legen die drei Autoren Mechanismen der Kunstwelt und der Gesellschaft frei, die unserem „bloßen Auge“ verborgen bleiben.